JOHANNES PAUL II

Heriliger Johannes Paul II.

Der 16 Oktober 2018 war der 40 Jahrestag der Wahl des Papstes Johannes Paul II.

Karol Józef Wojtyla wurde am 18. Mai 1920 in Wadowice (bei Krakau) in eine gläubige Familie geboren. Mit neun Jahren verliert er seine Mutter und später auch seinen Vater und der älteren Bruder.

Er liebt die Geisteswissenschaften und schreibt sich 1938 an der Universität Krakau ein. Nach der Besetzung durch die Nazis, muss er jedoch als Arbeiter sein Geld verdienen. 1942 wird er Teil des geheimen Priesterseminars von Krakau. 1946 wird er zum Priester geweiht und erhält 1948 seinen Doktor in Theologie in Rom an der Päpstlichen Universität Angelicum.

In den 50er Jahren ist er Universitätsdozent. 1958 wird er Bischof, 1967 Kardinal und am 16. Oktober wird er zum Papst gewählt; der erste nicht-italienische Papst seit dem Holländer Hadrian VI (†1523).

Ein aktiver Papst

Er war gegenüber den politischen Begebenheiten seiner Zeit niemals neutral: er kritisierte von Anfang an den Ostblock und verurteilte mit gleiche härte den Kapitalismus, der die Menschenwürde missachtet.

Die Verteidigung des Lebens und des Friedens (Internationaler Tag des Gebets für den Frieden 1986 in Assisi, in Anwesenheit der Vertreter der anderen Religionen) gehört zu seinen Hauptaktivitäten.

Eine robuste Gesundheit hilft ihm bei seinen ständigen Reisen (es wird geschätzt, dass er 1.200.000 km, also drei mal die Distanz zwischen Erde und Mond gereist sei), auch dank eines Körperbaus, den er seit jungen Jahren durch Bergsteigen, Skifahren und als Fußballer trainiert hat. 1992 erkrankt er an Parkinson und ihm wird ein Darmtumor entfernt. Bis zu seinem Ende hat er mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Er stirbt am 2. April 2005 im Vatikan und wird im Petersdom (in der Kapelle des Hl. Sebastian) beerdigt.

Das Attentat

Am 13. Mai 1981 wird er während einer Audienz auf dem Petersplatz von dem türkischen Terroristen Alì Ağca verwundet, der möglicherweise mit dem sowjetischen Geheimdienst in Verbindung stand. Dass er eine sechsstündige Operation überlebt, hält er für ein Wunder und so weiht er das Projektil des Attentates Fatima. Heute befindet sich die Kugel in der Krone der Marienstatue.

Berühmte Sätze

Rede vor der Unesco 1980: “Ich bin Sohn einer Nation, die dank ihrer Kultur überlebt hat”.

Petersplatz 22. Oktober 1978: “Habt keine Angst!”

Rede in der Fabrik Solvay (Polen) 1992 “Ich halte es für eine Gnade Gottes, Arbeiter gewesen zu sein, denn dies hat mir die Möglichkeit gegeben, den arbeitenden Menschen aus der Nähe kennenzulernen”.

1993 nach einer Verrenkung: “Es grüßt Euch der Papst, ein etwas lädierter Papst, aber noch ist er ein ganzer Mann, noch ist er nicht tot”!

Ein Pontifikat in Zahlen

Es ist das drittlängste Pontifikat mit 146 Papstbesuchen in Italien und 104 auf internationaler Ebene, ein außerordentliches Pilgerjahr (1984) und ein normales (2000), 19 Weltjugendtage, 14 Enzykliken, 5 Büchern.

Er war der erste Papst, der eine Synagoge (Rom, 1986) und eine Moschee (Damaskus, 2001) besucht hat.

Der Papst als Heiliger: wann wird er gefeiert?

Der Prozess der Seligsprechung verlief dank zweier anerkannter Wunder und vieler Empfehlungen schnell. Unter Papst Franziskus wurde er Heiliggesprochen und er wird am 22. Oktober gefeiert.