EMERITIERTER PAPST BENEDIKT XVI

Joseph Ratzinger ist 92 Jahre alt, emeritierter Papst (er übt das Amt nicht mehr aus, behält aber die Würde) und lebt im Vatikan, im Kloster Mater Ecclesiae.

Er wurde am 16. April 1927 als Sohn eines Kommissars und einer Köchin im bayrischen Marktl am Inn geboren. Auch sein Bruder Georg wird Priester, während seine 1991 verstorbene Schwester Maria ihn versorgte, als er Kardinal war.

Mit 12 Jahren tritt er ins Priesterseminar ein, doch seine Jugend ist von der Nazizeit gezeichnet. Der Vater ist als guter Katholik gegen den Nationalsozialismus und die Ratzingers ziehen mehrfach um. Ein Cousin, der unter dem Downsyndrom litt, wurde von den Nazis im Rahmen des Euthanasieprogramms „Operation T$“ umgebracht.

Mit 16 Jahren wurde er während des Krieges als Flakhelfer eingezogen, nahm aber nie an Kämpfen Teil. Nach dem Fall Hitlers wurde er von den Alliierten gefangen genommen und für kurze Zeit ins Lager von Ulm verbracht.

Im Jahr 1951 wird er Priester, Theologe und Universitätsprofessor (Freising, Bonn und Münster): Für ihn ist die klassische Kultur die Basis der christlichen Theologie und er bekämpft die Ideen der 68er.

Als Gelehrter nimmt er am 2. Vatikanischen Konzil teil.

1977 ernennt Paul VI ihn zum Erzbischof von Freising und München und zum Kardinal (als solcher nimmt er an den beiden Konklaven im Jahr 1978 teil).

Ab 1981 ist er Präfekt der Glaubenskongregation und seit 2002 Dekan des Kardinalskollegiums.

Er wird sehr geschätzt vom .Hl. Johannes Paul II wegen seiner Verteidigung der „nicht verhandelbaren“ bioethischen Themen, aber auch wegen seiner Positionierung während des Skandals um pädophile Kleriker, da er die Prozesse im Vatikan einleitet.

Nach dem Fall des Kommunismus kritisiert er die neuen Plagen des Individualismus, des Neoliberalismus und des Krieges der Zivilisationen.

Der Papst

Am 19. April 2005 betritt er das Konklave als Kardinal un verlässt es innerhalb von 24 Stunden als siebter deutsche Papst (nach Stephan IX. , †1058).

Er benennt sich nach dem Hl. Benedikt, dem Begründer des lateinischen Mönchstums und Zeitzeugen der spätrömischen Dekadenz von dem man sagt:“wir brauchen Männer wie Benedikt, der in einer Zeit der Dekadenz (…) Montecassino gründete.“, den Motor einer neuen Welt.

In 8 Jahren als Papst verfasste er 3 Enzykliken, unternimmt 23 apostolische Reisen, spricht Pius XII. Und Johannes Paul II. selig (ohne die obligatorischen 5 Jahre abzuwarten), ersetzt die Führung der Vatikanbank.

Er hat nicht das mediale Chrisma seines Vorgängers und er nimmt die Paramente aus der Zeit vor dem Konzil wieder auf, aber er bekämpft den kirchlichen Karrierismus und verteidigt die katholische Identität gegen den Multikulturalismus, der die Völker entwurzeln will.

Nach der Veröffentlichung geheimer Dokumente durch seinen Buttler (der verurteilt und dann begnadigt wurde), verzichtete er am 11. Februar 2013 auf sein Mandat (wie es das Kanonische Recht vorsieht) indem er sich als körperlich schwach erklärt und somit seine Liebe zur Kirche zeigt, da er ihr ein schwaches Oberhaupt in einer historisch komplexen Situation erspart.

Der Mann

Joseph ist ein Intelektueller. Sein Buch Jesus von Nazareth war ein Welterfolg und wurde milionenfach veröffentlicht.

Er hat einen bescheidenen Lebensstil, liebt es zu lesen, hört klassische Musik (er spielt Klavier und liebt Mozart, Bach und Beethoven).

Er hat ein gutes Verhältnis zu Papst Franziskus.

Er hält Diät, aber an Geburtstagen verzichtet er nicht auf ein bayrisches Fest mit Freunden und Verwandten: Essen und Bier aus seiner Heimat, und er stößt mit dem Krug in der Hand an. Er ist eng mit Bayern verbunden und ist Ehrenmitglied von Bayern München.

Er liebt Katzen und kümmerte sich als Kardinal im Vatikan um die örtliche Kolonie, die im bis in die Glaubenskongregation folgte.

Er ist der Traditionalist, der die Kirche für die modernen Kominkationsmittel geöffnet hat, in dem er den Twitter-Account “@pontifex” geöffnet hat.

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