Die Geschichte Von Weihnachten

Weihnachten ist das wichtigste Fest für die Christen aller Konfessionen. Es ist das Fest zur Geburt Jesu Christi und fällt für die meisten christlichen Kirchen, darunter auch die katholische Kirche, auf den 25. Dezember. Die östlichen und slawischen orthodoxen Kirchen feiern das fest hingegen im Januar (den 6., den 7. oder den 19.).

Heutzutage ist Weihnachten auch unter nicht-christen als weltliches Fest verbreitet, an dem man Geschenke austauscht, Zeit mit der Familie verbringt, sich solidarisch zeigt und das mit traditionellen Symbolen, wie dem Weihnachtsmann, in Verbindung steht. Weihnachten wird selbst in Ländern mit einer winzigen christlichen Minderheit wie Japan gefeiert.

 

Weihnachten im Petersdom

In Bezug auf den liturgischen Kalender der katholischen Kirche ist Weihnachten wichtiger als Himmelfahrt und Pfingsten, ist aber weniger feierlich als Ostern.

Am 24 Dezember feiert der Papst um 21:30 die Nachtmesse in aller Feierlichkeit der Weihnacht in der Papstkapelle des Petersdoms. Wer daran teilnehmen möchte, muss bis zum 8. Dezember ein Fax an die Präfektur des Vatikans schreiben.

Am 25 Dezember um 12 Uhr hingegen feiert der Pontifex die Tagesmesse in der zentralen Loggia der Basilika. Während der Messe verliest der Heilige Vater seine Weihnachtsbotschaft und erteilt den Segen “Urbi et Orbi”.

Der Segen “Urbi et Orbi” wird in lateinischer Sprache erteilt und erlöst sowohl die auf dem Petersplatz anwesenden, als auch diejenigen, die die Messe über die Medien verfolgen von ihren Sünden. Diese Zeremonie findet ebenso zu Ostern, nach einer Papstwahl und zu anderen besonderen Anlässen statt.

 

Hat Weihnachten einen christlichen oder einen heidnischen Ursprung?

Um zu beweisen, dass es Jesus Christus nie gegeben haben, behaupten einige Skeptiker, dass dessen Taten von der persischen Gottheit Mitra abgeschaut waren, der später auch von den Römern verehrt wurde.

Nach dieser Theorie wurde Mitra, wie Jesus, am 25. Dezember von einer Jungfrau geboren und starb, um für die Sünden der Menschen zu büßen. Tatsächlich ist die unbefleckte Empfängnis nur eine der Versionen über die Geburt Mitras (in anderen Versionen wurde er aus einem Felsen geboren), und es gibt keinen Beweis dafür, dass seine Geburt am 25. Dezember gefeiert wurde.

An jenem Tag feierten die antiken Römer hingegen den Sol Invictus, einen Sonnengott, dessen Verehrung im Jahr 274 n. Chr. von Kaiser Aurelian nach Rom importiert wurde. Erste Zeugnisse für die Feier des Sol Invictus am 25 gibt es erst ab dem Jahr 354 n.Chr. Sicher ist allerdings, das die Christen im Römischen Reich die Geburt Jesu bereits mindestens 18 Jahre vorher am selben Tag feierten.

Es kann also nicht sicher gesagt werden, ob Weihnachten das heidnische Fest ersetzte, oder ob die Paganen den 25. Dezember gewählt haben, um der neuen, monotheistischen Religion etwas entgegen zu setzen.

Die Heidnischen Ideen überlebten jedenfalls lange in christlichen Gewohnheiten: Papst Leo I. schrieb verbittert darüber, dass noch im Jahr 460 viele Gläubige, bevor sie den Petersdom betraten, sich zur Sonne drehten und den Kopf zu Ehren des „ leuchtenden Sterns“ verneigten.

 

Der Weihnachtsmann

Der Tausch von Geschenken ist eine römischer Brauch: zwischen dem 17. und 23. Dezember tauschten die Römer bei den Feierlichkeiten zu ehren Saturns Geschenke aus.

Der Weihnachtsmann, der in nur einer Nacht die Geschenke für alle Kinder der Welt bringt, steht eher für den materiellen als für den spirituellen Geist der Weihnacht.

Dennoch hat die Figur des alten Mannes mit Bart und roter Kleidung sowohl pagane als auch christliche Wurzeln.

Zunächst einmal ist die Figur durch den Heiligen Nikolaus von Mira inspiriert. Unter anderem wird dem Heiligen Nikolaus gedacht, da er den Töchtern eines sehr armen Mannes drei Säckchen Gold geschenkt hat. Dank dieses Geschenks konnten die drei heiraten. Sankt Nikolaus ließ die Goldsäckchen angeblich durch den Schornstein fallen – daher die Legende, der Weihnachtsmann käme durch den Kamin.

Die Wandlung von Sankt Nikolaus zum Weihnachtsmann vollzieht sich dank zweier Geschichten in den USA des 19. Jh.

Die erste Geschichte stammt von dem Schriftsteller Washington Irving, der von einem Schiff voller europäischer Einwanderer erzählt, das im Hafen von New York gelandet ist. Der Kapitän des Schiffs, der Sankt Nikolaus sehr verehrte, hatte am Bug des Schiffes eine Galionsfigur des Heiligen anbringen lassen. In der Nacht zu Weihnachten wurde die Figur lebendig und flog zwischen den Häusern in New York umher um Geschenke an die Kinder zu verteilen.

Die zweite Geschichte stammt von Clement Clark Moore und beschreibt den Weihnachtsmann so, wie wir ihn heute kennen: das rote Gewand des Sankt Nikolaus, das typisch für die Bischöfe von Myra war, wurde zu einer Jacke und der Heilige wurde dicklich und bekam einen weißen Bart.

Die heidnischen Einflüsse waren hingegen der Keltische Gott Odin und andere nordische Mythen, über die der Schlitten, der Sack und die Rentiere hinzugefügt wurden.

 

Baum

Der Weihnachtsbaum stammt aus einer sehr alten Tradition. Lange Zeit haben sich einige christliche Gruppen wegen seiner heidnischen Abstammung gegen den Weihnachtsbaum gestellt.

Angeblich war es Martin Luther, der den Weihnachtsbaum in deas christliche Weihnachtsfest integriert hat: demnach hat er bei einer nächtlichen Reise die eisbehangenen Bäume im Mondlicht schimmern sehen und wollte diesen Anblick nachstellen.

In den folgenden Jahrhunderten verbreitete sich der Weihnachtsbaum in ganz Europa. Der Brauch begann im 16. Jh. im protestantischen Nord- und Mitteleuropa und kam erst Mitte des 20. Jh. auch in Spanien und Italien an.

Die Tanne wurde schon im alten Ägypten als Baum der Geburt angesehen. Im antiken Griechenland wurde während des Frühjahrsritus für die Große Mutte eine große Tanne in der Mitte der Stadt aufgestellt.

Der Weihnachtsbaum kann auch mit der Esche von Ygdrassill in Verbindung gebracht werden: dem Baum aus der altnordischen Mythologie, der alt Treffpunkt zwischen Himmel, Erde und dem Totenreich galt.

Heute sagt die Kirche, dass der Weihnachtsbaum sowohl für den Lebensbaum aus dem alten Testament, als auch für Christus steht: die Beleuchtung steht hingegen für das Licht, das Gott der Menschheit gibt.

 

Krippe

Die Erfindung der Krippe ist einem Katholischen Heiligen zu verdanken. Das ganze geschah im mittelitalienischen Greccio im Jahr 1223. Der Heilige Franziskus befand sich zu Weihnachten dort und entschied, die Geburt Christi mit dem Nachbau der Grotte von Bethlehem nachzustellen.

 

Wann wurde Jesus wirklich geboren?

Clemens von Alexandria, einer der Kirchenväter, beschwerte sich schon im 2. Jh. n. Chr., dass sich die Gläubigen nicht mit dem Geburtsjahr Christi zufrieden gäben, sondern den genauen Tag wissen wollten.

In den ersten Listen christlicher Feiertage ist Weihnachten nicht zu finden. Der chritliche Theologe Origenes ließ sich, stets im 2. Jh., sogar zu der Aussage verleiten, dass nur Sünder den Geburtstag Jesu feiern.

In den Evangelien wird das Geburtsdatum des Erlösers nie erwähnt. Nach Lukas wurde Jesus im Frühling geboren, während Markus die Kindheit Jesu gar nicht erwähnt.

Die später gewählten Daten (25. Dezember, 5. und 6. Januar) scheinen an die Wintersonnenwende und an antike dionysische Traditionen angelehnt zu sein. Auch gibt es Theorien, die von einer Verbindung mit dem Jüdischen Fest Hanukkah ausgehen.

Vor Kurzem haben einige Wissenschaftler der Hebräischen Universität Jerusalem angegeben, dass der 25. Dezember Tatsächlich das Geburtsdatum Jesu sein könnte.Ihre Theorie stützt sich auf den Turnus der Priester aus dem Buch der Jubiläen, eine der Schriftrollen vom Toten Meer.

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