PAPST FRANZISKUS

Francziskus I., der 266. Papst der Katholischen Kirche

Nach dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. am 11. Februar 2013 wurde ein Conclave organisiert und am 13. März der erste nicht europäische Papst, der erste jesuitische Papst und der erste Papst, der sich nach dem Hl. Franziskus von Assisi benannte, gewählt.

Jorge Mario Bergoglio, ältestes von 5 Kindern, wurde am 17. Dezember 1936 in Buenos Aires geboren.

Der ausgebildete Chemietechniker besucht zunächst das Priesterseminar und tritt dann dem Jesuitenorden bei. Er ist sehr vielseitig, denn „ der Jesuit muss eine Person mit offenem Geist“ sein, der der Dialektig zugeneigt ist: die jesuitischen Schulen bringen große Persönlichkeiten hervor, da sie einen menschlichen Ansatz an die Doktrin verfolgen.

Er unterrichtet Literatur und Psychologie und erwirbt einen Hochschulabschluss in Philosophie und Theologie.

Im Jahr 1992 ernennt ihn der Hl. Johannes Paus II zum Bischof und 2001 zum Kardinal. 2005 ist er einer von denen, die Benedikt XVI. zum Papst wöhlen.

In seiner Amtszeit verfasst er 2 Enzykliken, unternimmt 46 internationale Reisen und ruft 2015 ein außerordentliches Jubeljahr aus, das erste seit 1300, das nicht in Rom beginnt, sondern in Afrika. Er besitzt eine Twitter-Account mit sehr vielen Followern, eine Homepage und eine ihm gewidmete Wochenzeitung.

Der Mann

Er lebt nicht in den Papstgemächern des Apostolischen Palastes, sondern, um ein so normal wie mögliches Leben zu führen, in S. Marta, einer modernen Residenz in der Näher der Sakrestei des Petersdoms. Seine strengen Räumlichkeiten sind nicht größer als 50 Quadratmeter.

Er ist ein robuster, 1,76m großer Mann, der allerdings seit 50 Jahren ohne einen Teil seines rechten Lungenflügels lebt. Er schont sich nicht, steht um 5 Uhr morgens auf und geht um 22 Uhr schlafen.

Um 7 Uhr morgens feiert er in S. Martha eine Messe, an der eine begrenzte Anzahl von Gläubigen teilnehmen darf (Schriftliche Anfragen müssen per Post an den vatikanischen Staatssekretär geschickt werden und die Plätze werden nach Verfügbarkeit vergeben).

Nach dem Mittagessen ruht er sich aus und begibt sich nach einem Kaffee wieder an die Arbeit. Er isst um 20 Uhr zu Abend und betet vor dem schlafengehen.

Ei kontroverser Papst

Er sorgt auch außerhalb der katholischen Welt für Interesse: sein Ziel ist eine Kirche, die offen ist für ökologische, wirtschaftliche und soziale Fragen, seine bescheidene Art ist eine bewusste Entscheidung darüber, wie er sich in der Öffentlichkeit präsentieren möchte. Seine politischen Positionen haben ihm nicht nur Freunde verschafft und der Kampf für eine arme Kirche hat seit jeher für Diskussionen gesorgt (man denke nur an die Franziskaner).

Denkwürdige Sätze und Handlungen

Maria ist der Influencer GottesWeltjugendtag 2019.

Wärend eines Angelus lässt er 20.000 Packungen Misericordin, einer Medizin bestehend aus einem Rosenkranz, der wie eine bekannte Arznei verpackt ist.

2017 erhält er einen Hochschultabschluß honoris causa in Medizin als „Arzt der Seele“.

Berühmt ist er auch für seine Telefonate mit einfachen, kranken Menschen, aber auch mit kontroversen Figuren. Pietro Maso – der 1991 it 19 Jahren seine Eltern ermordet hatschrieb ihm einen Brief. Darauf folgte ein Telefonat: “Ich konnte es nicht glauben. Er hat mich auch gebeten, für ihn zu beten. Er, der Papst, bat mich, für ihn zu beten. Mich, der ich der letzte bin, der Verdammte, der Mörder, das Monster”.

Argentinien

Eine journalistische Recherche hat sein Engagement während der Diktatur ans Licht gebracht, in der er Dissidenten versteckt und ihnen bei der Flucht ins Ausland geholfen hat.

Seit 1998 war er Erzbischof von Buenos Aires, bewegte sich aber stets mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und verfolgte im Fußballstadion die Spiele seiner Lieblingsmannschaft. Er hat sogar Diego Armando Maradona bewegt, als er ihn nach einem Benefizspiel umarmte. Maradona sagte darauf:Heiliger Vater, ich habe das alles gehasst, den Vatikan, die Kirchen, aber nach dieser Umarmung stehe ich in Ihren Diensten”.