DAS HEILIGE OSTERFEST

Am Sonntag, dem 21. April 2019, wird das Heilige Osterfest, das wichtigste Fest des Kirchenjahres, gefeiert. Seine Bedeutung ergibt sich aus den Worten des Engels vor den Frauen am Grab: „Ich weiß, ihr sucht den gekreuzigten Jesus. Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden.“

Das Datum des Festes hängt vom Frühlingsvollmond und dem jüdischen Pessachfestes ab. An Pessach feiern die Juden die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten, als Moses die Wasser des Roten Meeres teilte und das Volk Israel aus einem Regime der Unterdrückung und der Gewalt unter dem Pharao (vermutlich Ramses II., der zwischen 1279 und 1213 v.Chr. herrschte).

Seitdem gedenken die Juden dieses Ereignisses mit einem rituellen Abendessen, und warten auf die endgültige Befreiung: die Ankunft des Messias. Daher wird ein Stuhl für den Propheten Elias freigelassen, der kommen und die Ankunft verkünden wird.

Eine sehr alte Predigt von Melito von Sardes erklärt die Parallele zum Pessach: Christus „ist der, der uns von der Sklaverei in die Freiheit gebracht hat, vom Dunkel zum Licht, vom Tod zum Leben.“

Die Heilige Woche

Vor Ostern findet eine Woche volle Riten, die an das Leiden und den Tod Christi erinnern, statt: der lateinische Begriff für Ostern (Festum paschale) lehnt sich an das griechische Verb páschein, leiden, an.

Am Palmsonntag tragen die Gläubigen Palmen- und Olivenzweige mit sich und während der Messe wird die Passion Christi gelesen.

Am Gründonnerstag wird an das letzte Abendmal (Teil der Eucharestie) erinnert, während bei der Fußwaschung das von Jesus überlieferte Gebot der Liebe umgesetzt wird.

Papst Franziskus hat international für Aufsehen gesorgt, indem er die Füße von Häftlingen, Flüchtlingen, und kranken Senioren gewaschen und geküsst hat.

Karfreitag ist der Tag der Buße (Abstinenz und Fasten) und ein Kreuz wird zur Anbetung durch die Gläubigen vorbereitet.

Osternacht und die drei Nächte

Am Abend des Karsamstag, einem Tag an dem keine Sakramente erteilt werden können. Mit Gebeten bereitet man sich auf die Nachtwache vor, die heilige Kommunionen, Lesungen und Gesänge vorsieht, und am Sonntag morgen, bei Sonnenaufgang, endet.

Die Nachtwache beginnt mit der Dunkelheit – die nur durch die Ankunft der Osterkerze, Symbol für das göttliche Licht, in die Kirche gebracht wird, unterbrochen wird – die die drei wichtigen Nächte der Erlösung zelebriert: Die Nacht der Schöpfung, in der der Herr aus der Finsternis das Licht schuf; die Nacht der Durchquerung des Roten Meeres, die auch für die Christen von Bedeutung ist, die jedes Jahr diesen Teil des Exodus lesen; und die Nacht der Auferstehung.

Ostern 2019 und die Feierlichkeiten in Anwesenheit von Papst Franziskus

Im Folgenden die Termine und die Uhrzeiten der Feierlichkeiten, die vom Papst geleitet werden: Am Palmsonntag um 10 Uhr auf dem Petersplatz; Gründonnerstag 9:30 im Petersdom; Karfreitag um 17:00 Anbetung des Kreuzes im Petersdom und um 21:15 die „Via Crucis“ am von Fackeln beleuchteten Kolosseum. Jedes Jahr ist es dort voll von Gläubigen und Touristen, die sich dieses umwerfende Spektakel nicht entgehen lassen wollen.

Karsamstag um 20:30 Nachtwache im Petersdom und am Sonntag, dem 21., um 10:00 die Ostermesse auf dem Petersplatz. An deren Ende wird der Segen „Urbi et Orbi“ erteilt, mit dem dien Anwesenden die Sünden vergeben werden.

Die Eintrittskarten für die Veranstaltungen sind umsonst, aber notwendig (info su http://www.vatican.va/various/prefettura/index_it.html ) und müssen im voraus reserviert werden. Lediglich für die Via Crucis am Kolosseum und die die Segnung am Sonntag um 12.00 werden keine Karten gebraucht.

Ostern in der Kunst

Jeder einzelne Moment des Lebens Jesu ist in der Kunstgeschichte erzählt worden. Für die Katholische Kirche sind Bilder seit jeher Teil der Lehre ihrer Doktrin. Über Jahrhunderte haben sich die größten Künstler und bescheidensten Kunsthandwerker bemüht, den einfachen Leuten, die kein Larein konnten, den Glauben über Bilder näher zu bringen.

Wir Laden Sei dazu ein, im Vatikan die österlichen Bilder von römischen Särgen bis hin zu Chagall und Dalì zu entdecken, ohne dabei Caravaggio, Il Ghirlandaio (Lehrer von Michelangelo) in der Sixtinischen Kapelle, Van Gogh und Pinturicchio im Appartement der Borgia zu vergessen.